Selbsthilfe Lausitz App startet

Lausitzer Rundschau Presseartikel vom 18.01.2018

Selbsthilfe

Per App zur Selbsthilfe

Zusammen mit dem App-Entwickler Uwe Große-Wortmann präsentierten gestern Vertreter Lausitzer Selbsthilfekontaktstellen die erste Selbsthilfe-App für die Region. Mit dabei waren unter anderem Andrea Forberg (Selbsthilfekontaktstelle Forst, Guben, Spremberg, l.) und Angelika Koal (Selbsthilfekontaktstelle REKIS Cottbus, r.). FOTO: Stephan Meyer / LR

Cottbus. Eine neue mobile Anwendung für Smartphone und Tablet soll den Kontakt zu Lausitzer Selbsthilfegruppen erleichtern. Von Stephan Meyer

Selbsthilfe ist mehr als nur gemeinsames Kaffeetrinken. Davon muss Angelika Koal von der Selbsthilfekontaktstelle Cottbus viele Unbeteiligte oft erst einmal überzeugen. Die klischeehafte Darstellung aus Filmen stimme keinesfalls: „Wir sitzen nicht nur im Kreis. Und in unseren Gruppen ist auch keiner gezwungen, seine Geschichte zu erzählen.“ Um die Vielfalt von Selbsthilfeangeboten aufzuzeigen und einen einfachen Zugang zu diesen zu ermöglichen,wurde nun eine App entwickelt, die am Mittwochnachmittag im Carl-Thiem-Klinikum vorgestellt wurde.

Die Themenbereiche der über 130 Lausitzer Selbsthilfegruppen sind dabei sehr vielfältig. Das Angebot reicht von ADS bis Zöliakie (eine Glutenunverträglichkeit). Neben dem Erfahrungsaustausch gäbe es auch ein aktives Gruppenleben. Durch die mobile Anwendung für Smartphone und Tablet erhofft sich Angelika Koal, auch jüngere Menschen zu erreichen. Viele Gruppen würden beklagen, dass sie überaltern.

Dass so eine App Erfolg haben kann, hat bereits Potsdam vorgemacht. Seit der vergangenen Sommer gibt es dort eine vergleichbare Anwendung. Dort sei die App inzwischen mit Leben gefüllt, wie Entwickler Uwe Große-Wortmann erzählt. Denn genau darauf käme es an. Sein Unternehmen Media Foundation war sowohl für die Programmierung der Potsdamer, als auch der Lausitzer App zuständig. Gefördert wurde das Projekt von der Techniker Krankenkasse.

Die Nutzeroberfläche der Software kommt mit lediglich fünf Buttons aus. Neben einem leichten Zugang zu den Homepages der Kontaktstellen gibt es eine Navigationsfunktion zu den jeweiligen Gruppen. Auch ein Zugang zu Gruppen außerhalb der Lausitz ist möglich. Bis jetzt gibt es jedoch nur eine Vernetzung nach Potsdam. Das langfristige Ziel sei laut Große-Wortmann, vergleichbare Apps bundesweit anzubieten. In Arbeit sind bereits Anwendungen für die Regionen Frankfurt (Oder), Prignitz und Potsdam-Mittelmark.

„Die App ist nicht starr“, darauf legt der Entwickler besonderen Wert. Diese lebe von den Ideen der Nutzer. Dafür gibt es die Video- und Audio-Buttons. Die Selbsthilfegruppen können besondere Momente als Video- oder Tonaufnahme festhalten und in der App veröffentlichen lassen. Die Audiodateien können darüber hinaus an Help FM, einem Selbsthilfe-Radioprogramm, geschickt werden, das jeden Donnerstag zwischen 18 und 20 Uhr online empfangen werden kann.

Auch wenn langfristig über die App vor allem jüngere Menschen angesprochen werden sollen, sei die App für jeden da. Doch einige anwesende Mitglieder von Selbsthilfegruppen äußerten Zweifel, ob genügend ältere Gruppenangehörige überhaupt mit dem Tablet oder Smartphone ausreichend umgehen könnten. Eine ähnliche Situation habe es in Potsdam auch gegeben, wusste Große-Wortmann zu berichten. Die hätten einfach ein Projekt daraus gemacht. Ähnliche Bestrebungen gibt auch schon in Cottbus. Vom Frauenzentrum kam die Idee, Mitglieder von Selbsthilfegruppen an mobilen Endgeräten so fit zu machen, dass sie wiederum andere Mitglieder ausbilden können. Ein solche Weiterbildung wird es voraussichtlich schon im März geben.

Weitere Informationen unter:

https://www.tk.de/tk/berlin-brandenburg/engagement-im-land/artikel-selbsthilfe-app/958340

Infopunkt MS Betroffene beraten Betroffene

Die nächste Sprechstunde findet am 17.04.2018 von 16.00-17.00 Uhr statt.

Unser Beratungsangebot richtet sich an Betroffene und deren Angehörige.

Wir wollen die positiven Erfahrungen weiterleiten, so dass

die Lebensqualität mit MS steigt.

Der Info-Punkt gibt die Möglichkeit sich persönlich zu informieren

und Rat einzuholen.

Eine Vertreterin der Selbsthilfegruppe MS und die Selbsthilfekontaktstelle REKIS Cottbus stehen für Ihre Anfragen zur Verfügung.

Weitere Termine sind jeden 1. Dienstag im Monat von 16.00 – 17.00 Uhr im

Carl- Thiem Klinikum Haus 62 Ebene 0 Raum 13.

Trotz MS

Träume wagen….

Rückfragen und Informationen über:

Selbsthilfekontaktstelle REKIS Cottbus

Angelika Koal

Tel:0355/543205

E-Mail:kontakt@selbsthilfe-cottbus.de

Imagefilm Selbsthilfe

Messi- Erstbegleitung

Erstbegleitung für Betroffene

Messie, Unordnung oder Chaos

Chaos in der Wohnung rechtfertigt für sich allein nicht die Diagnose eines Messie-Syndroms. Zum echten Messie-Syndrom gehört der zwanghafte Impuls, Gegenstände zu horten und das Unvermögen, sich von fraglich Nutzbarem zu trennen.

Das Erscheinungsbild zeigt sich im Unvermögen, im eigenen Lebensumfeld (Wohn- und/oder Arbeitsbereich) eine Ordnung aufrecht zu erhalten, die am Verwendungsbedarf der Gegenstände ausgerichtet ist.

Messies können unter anderem betroffen sein von: - sozialer Isolation - Unvermögen zur Strukturierung alltagspraktischer Verrichtungen - Unvermögen, soziale Absprachen einzuhalten - erheblichen Selbstwertzweifeln und Schamgefühlen.

Wir unterstützen Sie durch:

- Beratung

- funktionales Training und

- Anleitung zur Verhaltensänderung

Bei Bedarf nehmen Sie bitte telefonisch Kontakt mit uns auf: Selbsthilfekontaktstelle REKIS Cottbus 0355/543205

Repair Cafe

Repair Cafe – Was ist das?

Es werden defekte Alltagsgegenstände gemeinschaftlich repariert, die in unserer Weg-Werf-Gesellschaft entsorgt werden und sehr viel Müll produzieren. Menschen, die endlich wieder gebraucht werden und sich für das gemeinsame Reparieren begeistern findet sich dort zusammen. Kaputte Gegenstände, in liebevoller Kleinarbeit in einer angenehmen, gemeinschaftlichen Atmosphäre erhalten ein zweites Leben.

Durch das gemeinsame werkeln entstehen Bekannt- und Freundschaften, es werden Ideen und Erfahrungen ausgetauscht sowie Netzwerke gebildet und man verbringt eine gute Zeit miteinander.

Menschen mit kaputten Dingen und wenig know how begegnen Menschen die reparieren können. Elektrische und mechanische Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik, aber auch Textilien werden dort repariert.

Das Repair Cafe dient dem Ziel, die Nutzungsdauer von Gebrauchsgütern zu verlängern, Ressourcen zu sparen und dadurch Müll zu vermeiden.

Gleichzeitig dient das Cafe dazu Teilhabe zu fördern, Vereinsamung vorzubeugen und das Gefühl zu bekommen gebraucht zu werden.

Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Selbsthilfekontaktstelle REKIS Cottbus Tel.:0355/543205